Als mein Partner und ich bereit waren für die Elternschaft, hätte ich nie gedacht, dass der Weg dorthin so viele Hürden bereithalten würde. Ich setzte die Verhütung ab und wartete voller Hoffnung. Doch die Monate vergingen – ohne positiven Schwangerschaftstest. Meine Zyklen waren zudem deutlich länger als bei vielen anderen Frauen, manchmal vergingen bis zu 90 Tage bis zur nächsten Monatsblutung.
Nach mehr als einem Jahr suchten wir meine Hausärztin auf. Sie hörte uns aufmerksam zu und überwies uns zu einer weiterführenden Untersuchung. Die Diagnose lautete: PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom). Endlich gab es eine Erklärung für meine unregelmäßigen Zyklen und die Schwierigkeiten, schwanger zu werden. Trotzdem traf mich die Diagnose hart. Ich fühlte mich unsicher, traurig und manchmal auch wütend auf meinen eigenen Körper. Unser größter Wunsch schien plötzlich so weit entfernt.
Nach der Diagnose kamen wir zu Nij Clinics. Schon beim ersten Termin fühlten wir uns gesehen und ernst genommen. Das gab uns sofort Vertrauen. Gemeinsam mit dem Team begann ich mit verschiedenen Lebensstilveränderungen. Über die „MijnFerticoach“-App erhielt ich persönliche Tipps zu Ernährung, Bewegung und Stressmanagement. Diese kleinen, realistischen Schritte gaben mir Halt. Ich fühlte mich energiegeladener, ausgeglichener und auch emotional stärker. Doch eine Schwangerschaft blieb weiterhin aus.
Darauf folgten die ersten medizinischen Schritte: Wir starteten mit einer Ovulationsinduktion Medikamente, die den Eisprung anregen sollen. Nach zwei Monaten hatten wir die richtige Hormondosis gefunden. Leider zeigte sich zusätzlich, dass auch die Spermienqualität meines Partners eingeschränkt war. Deshalb wurde die Behandlung um eine IUI (intrauterine Insemination) ergänzt.
Insgesamt durchliefen wir 12 IUI-Behandlungen ohne Erfolg. Danach folgte der nächste Schritt: IVF. Inzwischen waren eineinhalb Jahre vergangen, und ich fühlte mich oft ausgelaugt von dieser emotionalen Achterbahn aus Warten, Hoffen, Traurigsein und wieder neu beginnen. Manchmal mied ich Geburtstagsfeiern und Babyshowers von Freundinnen, weil es einfach zu sehr schmerzte.
Was mir in den schweren Momenten half; war, neben der Unterstützung meines Partners, die einfühlsame Betreuung durch das Team von Nij Clinics. Es tat gut, Raum für meine Gefühle zu haben und Menschen zu treffen, die wirklich zuhören.
Nach der ersten IVF-Behandlung geschah das Unfassbare: Eines Morgens machte ich einen Test, eigentlich ohne Erwartungen. Zwei Linien. Dieses Gefühl werde ich nie vergessen: Ungläubigkeit, Tränen und schließlich reine Freude. Beim ersten Ultraschall sahen wir das schlagende Herz und ich wusste: Das ist wirklich real.
Heute, während ich unser Kind im Arm halte, blicke ich auf einen intensiven und emotionalen Weg zurück. Er war nicht leicht, ganz im Gegenteil. Aber ich bin stolz auf uns und unendlich dankbar, dass wir unseren Wunsch nach einem Kind nie aufgegeben haben. Auch Frauen mit PCOS können schwanger werden.
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