Die Geschichte von Lyanne: Von der Weltreise zum Kinderwunsch

Hättest du mir vor ein paar Jahren gesagt, dass ich einmal Mutter sein würde, hätte ich wahrscheinlich laut gelacht. Und trotzdem sitze ich jetzt hier, mit meinem kleinen Sohn Luka in den Armen.
Geschichten

Ich war immer diejenige, die ständig unterwegs war. Ich liebte meine Freiheit und fand es vollkommen in Ordnung, allein zu sein. Lange Zeit dachte ich, dass Kinder einfach nicht in mein Leben passen würden. Ich hatte keine „tickende biologische Uhr“ und war mit meinem Leben so, wie es war, absolut zufrieden.

Doch dann ging ich letztes Jahr auf Weltreise. Und irgendwo unterwegs, weit weg vom Alltag, geschah etwas Unerwartetes: Plötzlich spürte ich einen tiefen Kinderwunsch. Dieses Gefühl überrollte mich komplett, aber es ließ mich nicht mehr los. Zum Glück waren meine Eltern und meine Schwester mit auf der Reise. Zwei Monate lang hatten wir Zeit, in Ruhe darüber zu sprechen und diese neue Realität auf uns wirken zu lassen.

Meine Botschaft an andere Frauen in derselben Situation:

Du bist nicht allein. Sprich mit den Menschen in deiner Umgebung, öffne dich, lass dich unterstützen. Das Loslassen des vermeintlich „perfekten Bildes“ kann die Tür öffnen zu etwas Wunderschönem!

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Im Eiltempo von der ersten Beratung bis zur Schwangerschaft

Da ich bereits 36 war, wollte ich keine Zeit verlieren. Zurück in den Niederlanden beschloss ich, es einfach zu versuchen. Eine Stunde nach dem Gespräch mit meinem Hausarzt hatte ich schon meine Überweisung. Ich entschied mich für Nij Clinics Wolvega und schon beim ersten Telefonat fühlte ich mich gut aufgehoben. Ende Juli 2024 hatte ich meinen ersten Termin und schon Ende September konnte ich mit der IUI-Behandlung beginnen. Und zu meinem riesigen Glück: Es klappte sofort, ich war schwanger!

Alles ging so schnell, dass mein Kopf manchmal kaum hinterherkam bis Luka da war. Er bringt so viel Liebe und Freude in mein Leben, dass ich jeden Tag dankbar bin, diese Entscheidung getroffen zu haben.

Die Wahl des Spenders

In der Zwischenzeit habe ich gemeinsam mit meiner besten Freundin meinen Samenspender ausgewählt. Wir machten daraus einen besonderen Moment. Am Ende habe ich mich für einen Spender entschieden, dessen persönlicher Brief mich tief berührt hat. Für Luka habe ich eine Erinnerungsbox gestaltet, mit allen Informationen über seinen Spender. So kann er später, wenn er Fragen hat, immer nachlesen, wo seine Wurzeln liegen.

Das Loslassen des perfekten Familienbildes

Am schwersten fiel es mir, mich vom klassischen Bild „Vater–Mutter–Kind“ zu verabschieden. Die bewusste Entscheidung, ein Kind ohne Vater großzuziehen, fand ich einerseits mutig, andererseits sehr herausfordernd. Doch genau das brachte auch etwas Schönes mit sich: Ich habe entdeckt, wie viel Unterstützung ich in meinem Umfeld habe.

Meine Eltern passen einen Tag pro Woche auf Luka auf. Meine Tante und mein Onkel sind zu einer Art „Bonus-Großeltern“ geworden. Und meine Schwester ist die absolute Lieblingstante. Sie alle spielen eine große Rolle in seinem Leben, und dafür bin ich unendlich dankbar.

Ich fühle mich getragen und weiß jetzt: Ich mache das nicht allein.

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