Die bei Fruchtbarkeitsbehandlungen eingesetzten Medikamente lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet auf Grundlage Ihrer persönlichen Daten, welche Medikamente in welcher Dosierung verschrieben werden.
Diese Übersicht gibt Ihnen Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Medikamenten. Wenn Sie weitere Fragen haben, besprechen Sie diese bitte mit Ihrer behandelnden Fachperson.
Für ausführliche Informationen und Injektionsanleitungen verweisen wir Sie gerne auf die Website unserer Serpha-Apotheke.
Ziel: Die Stimulation der Eizellreifung ist ein Prozess, bei dem Hormone eine zentrale Rolle spielen. Dabei streben wir eine kontrollierte Entwicklung der Follikel an.
Je nach Behandlung konzentrieren wir uns auf das Wachstum und den Eisprung von ein bis zwei Follikeln zum richtigen Zeitpunkt oder auf die Reifung mehrerer Follikel für eine Punktion und Entnahme mehrerer Eizellen.
Vorgehensweise: Das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und das Luteinisierende Hormon (LH) spielen eine entscheidende Rolle beim natürlichen Wachstum der Follikel und beim Eisprung. FSH fördert das Wachstum der Follikel in den Eierstöcken, in denen die Eizellen heranreifen. LH unterstützt die letzte Reifung und löst den Eisprung aus, sodass die Eizelle freigesetzt wird.
Medikamente mit FSH und LH können die Eierstöcke dabei unterstützen, ein oder mehrere Follikel reifen zu lassen und, je nach Behandlung, den Eisprung auszulösen.
Ziel: Das Auslösen des Eisprungs ist ein wichtiger Schritt bei verschiedenen Fruchtbarkeitsbehandlungen. Mit Hilfe von Medikamenten wird die Reifung der Eizellen so stimuliert, dass diese zum optimalen Zeitpunkt befruchtet werden können.
Dieser Prozess wird sorgfältig terminiert, um Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft zu maximieren.
Vorgehensweise: hCG (humanes Choriongonadotropin) wird häufig in Fruchtbarkeitsbehandlungen eingesetzt, um den Eisprung auszulösen. Dieses Hormon wirkt ähnlich wie LH und stimuliert die reifen Follikel, ihre Eizellen freizugeben.
Nach der Gabe von hCG reifen die Eizellen optimal aus und können befruchtet werden.
Ziel: Das Verhindern eines vorzeitigen Eisprungs während der Behandlung ist entscheidend für den Erfolg der Befruchtung oder Punktion.
Ein zu früher Eisprung kann dazu führen, dass keine Eizellen mehr verfügbar sind oder dass diese überreif werden.
Vorgehensweise: LHRH (Luteinizing Hormone Releasing Hormone) wird im Hypothalamus gebildet und regt die Hypophyse zur Ausschüttung von LH und FSH an. Durch die Gabe einer modifizierten Form von LHRH wird die Produktion von LH und FSH blockiert.
So wird ein vorzeitiger Eisprung verhindert und die Eizellen können zum richtigen Zeitpunkt punktiert werden.
Ziel: Eine gesunde Gebärmutterschleimhaut ist entscheidend für eine erfolgreiche Schwangerschaft. Sie sorgt dafür, dass sich eine befruchtete Eizelle bzw. ein Embryo gut einnisten und weiterentwickeln kann.
Sinkt die Progesteronproduktion, signalisiert dies den Abbau der Schleimhaut und es kommt zur Menstruation.
Vorgehensweise: Progesteron hemmt die Hormone LH und FSH, um zu verhindern, dass neue Eizellen heranreifen. Deshalb verschreiben wir zusätzlich Progesteron (als Vaginalpräparate oder Injektionen) vor dem Embryotransfer, um die Chancen auf eine erfolgreiche Einnistung zu erhöhen.
Progesteron bereitet die Gebärmutterschleimhaut optimal auf die Aufnahme der befruchteten Eizelle oder des Embryos vor.
Serpha ist unsere Apotheke, bei der Sie sämtliche Fertilitätsmedikamente bestellen können. Sie können Ihr Rezept einfach und sicher hochladen, danach stellen unsere Apothekenassistent:innen Ihre Einkaufsliste basierend auf dem Rezept zusammen. Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten können Sie auch frei verkäufliche Produkte bestellen.
¹Mit Ausnahme von Wochenenden/Feiertagen